Sonntag, August 20, 2017
  • Italian (IT)
  • English (UK)
  • German (DE)
  • Spanish (ES)
  • French (FR)
   
Text Size

Jahr 1915

Шаблоны Joomla здесь.

Jahr 1915

Das Jahr des Blutvergießens

Jänner:

Winterschlacht auf den Karpaten.

22. März:

Die Russen besetzen die befestigte Stadt Przemysl: Unter den 120.000 Gefangenen einige Ampezzaner. Während der Belagerung 40.000 Tote bei den österreichisch - ungarischen Truppen.

alt

6. Februar:

Beginn der österreichisch-ungarischen Offensive in der Nähe des Flusses San,  in der Folge kommt es zur “Osterschlacht”.

            Zu den im Kampf  Gefallenen kamen die Toten durch Erfrierung, Hunger, Thyphus, Cholera, durch Krankheiten aufgrund mangelnder Hygiene, Schlamm, Schmutz, Läuse und ohrenbetäubenden Lärm hinzu.

            Auf dieser langen Front waren die menschlichen Verluste enorm, ca. ein Toter pro Meter Distanz. Es fallen, mitinbegriffen einige Verschollene, mehr als 40 Tiroler Ampezzaner.

            In Ampezzo verursachten die Opfer Schmerz und Trauer. Durch das Fehlen der besten Arbeitskräfte wurde auch die Wirtschaft und die Moral der Bevölkerung starkt beeinträchtigt. Gemeinde und Private zeichneten Kriegsanleihen über einen Betrag der als “großartig” definiert wurde.

alt

 

Die Neutralität Italiens

            Nach einem Jahr Neutralität verminderten sich die für einen Krieg an der Seite des Habsburgerreiches eintretenden Italiener. Italien begann in Ausnützung der Situation ein doppeltes Spiel indem es von Österreich die Abtretung von Trient und Triest forderte als Ausgleich für eine eventuelle Mitkriegführung. Gleichzeitig unterhielt es Kontakte zu Frankreich und England um bei Eröffnung einer dritten Front noch mehr in Ablösung zu erhalten.

            Für Österreich war es gefährlich den italienischen Forderungen nachzugeben, eine Kettenreaktion in anderen Nationen des Reiches wäre die Folge gewesen die zum Zerfall  geführt hätte, so wie es dann im Jahr 1918 geschah. Die Ladiner und Italiener hatten keinen Grund sich über die österreichische Verwaltung zu beklagen.  Von den  Trientinern  waren nur 5% Irredentisten, von  den  Ampezzanern noch weniger.

            Jedoch um Krieg mit Italien zu vermeiden, um nicht eine andere lange Front aufzumachen, erklärt sich Wien zu Konzessionen bereit und bot am 16. April 1915 das ganze italienischsprechende Trentino, ausgenommmen die ladinischen Täler, Ampezzo und das Val di Non, da nicht italienisch. Eine große Anerkennung der ladinischen ethnischen Einheit. Aus Furcht, daß Italien mit dem Trentino  auch die ladinischen Täler zuerkannt  wurden,  präsentierte man der Regierung Petitionen mit dem Wunsch Österreich anzugehören; auch Ampezzo stellte am 19. April 1915 ausdrücklich dieses Ansuchen das vom Dekan der Pfarre, don Antonio Pallùa, und vom Bürgermeister,  Agonstino Dimai Belin,  unterzeichnet wurde.

            Jedoch die neuen Verbündeten boten Italien mehr: Ganz Südtirol bis zum Brenner, Istrien, Dalmatien, das Protektorat über Albanien und andere kleine (ihnen nicht angehörende) Gebiete. Es wurde ein Geheimpakt geschlossen, der vorsah daß Italien innerhalb eines Monats sich an der Seite der Entente am Krieg beteilige. Der Entschluß wurde gefaßt ohne den Willen des Volkes zu konsultieren.

            Die Mehrheit der Italiener war für den Frieden. Verfechter des Neutralitätsgedankens waren die Katholiken, viele Sozialisten und Giolitti, Regierungschef bis 1914. Die Interventionisten gegen Österreich, von Cesare Battisti, Gabriele d’Annunzio, Ettore Tolomei e Benito Mussolini angeführt , waren eine Minderheit die durch die Industriellen und durch den König selbst unterstützt wurden. Letzterer bestätigte am 16. Mai den Interventionisten Salandra als Regierungschef. Scharen von Bewaffneten bedrohten Abgeordnete und Senatoren die nicht für den Krieg stimmen wollten.

            Wieviel Leid und Tote hätten sie vermeiden können, ebenso wie die enormen finanziellen Einbußen der Industrie!

18. April:

Sonntag. Musterung der Männer im Alter von 37 bis 42  Jahren in Cortina.

26. April:

Italien, Frankreich, England und Rußland unterzeichnen den Pakt von London und verpflichten Italien sich innerhalb eines Monats an der Seite der Entente am Krieg zu beteiligen.

2. Mai :

Österreichisch-deutscher Sieg in Gorlice gegen die Russen. Polen kehrt zum Habsburgerreich zurück.

3.Mai:

Italien benachrichtigt Wien und Berlin vom Widerruf und dem Ausstieg aus dem Dreibündnis.

            Da bis zur Ausrufung der Kriegserklärung nur einige Tage fehlten, erhöhte Österreich aus Verzweiflung die Abtretungsangebote, jedoch vergebens. Die lange Grenze gegen Italien war wehr- und schutzlos. Fieberhaft wurde an einem improvisierten Widerstand gearbeitet. Für Ampezzo entschied man die Kräfte aus dem Tal abzuziehen und sie an den Schlüsselpunkten zu postieren wo in Eile Schützengräben gezogen wurden. Die Militärkommandos waren sich der unzureichenden Verteidigungsmöglichkeit bewußt und mußten sich so mit dem Verlust Südtirols abfinden. Man bezweifelte sogar den Widerstand der enormen Kasematte von Franzensfeste. Deutschland sah seine Grenzen bedroht und bereitete sich vor die Lücke der neuen Frontlinie mit einem speziellen Alpenkorps zu schließen, der wenigstens den Brenner, oder wenn dies nicht möglich, so die bayrische Grenze verteidigen sollte; die Situation erschien hoffnungslos.

лимузин на свадьбу.

Cart

 x 

Cart empty

Rifugio Valparola

valparola

Vai al sito Rifugio Valparola

Neueste Nachrichten

Contatore Visite

1715033
Oggi
Ieri
Questa settimana
Ultima settimana
Questo mese
Ultimo mese
Tutti i giorni
581
1875
11663
1690899
37499
57638
1715033

Login Form